Spritzverfahren für zuverlässigen Korrosionsschutz

Detailaufnahme Flammspritzen

Bestehen hohe Ansprüche an die Korrosionsbeständigkeit von Bauteilen wird das thermisches Spritzen eingesetzt. Das trifft zum Beispiel zu auf Bauteile aus dem Offshore-Bereich und der Fahrzeugindustrie. Bei diesem Verfahren kann sowohl Zink als auch Aluminium (Aluminisieren) verwendet werden.

Beim Spritzverzinken wird der Zinkdraht je nach Verfahren mit Lichtbogen (Lichtbogenspritzen) oder Brenngas (Flammspritzen) aufgeschmolzen, mit Druckluft zerstäubt und auf das Werkstück aufgebracht. Auf diese Weise wird ein ähnlicher Korrosionsschutz wie beim Feuerverzinken erreicht. Darüber hinaus besteht der Vorteil, dass durch die raue Oberfläche die Beschichtung besser haftet und keine Farbe abblättert. Die Höhe der Zinkschicht kann je nach Anforderung beliebig gewählt werden.

Geringe thermische Belastung

Zinkflammspritzen

Ein weiterer Vorteil: Beim Spritzverzinken ist die thermische Belastung der Bauteile sehr gering, daher entsteht selbst bei dünnwandigen Bauteilen kein Verzug.

Aluminium wird vorrangig auf das Werkstück aufgebracht, wenn die Bauteile einer hohen thermischen Belastung ausgesetzt werden, wie z. B. Abgasanlagen.

Beide Spritzverfahren sind in der DIN EN ISO 2063 geregelt.